Dies ist die Seite von Schnubbel
Antibiotika, grossräumiges Ausräumen, Spinnengift Theranekron und tägliches Spülen konnte Schnubbel leider alles nicht helfen.
Schnubbel ist ein Rot-Weisser Zwergwidder der aus einer Hobbyzucht stammte und 8 Monate wurde. Er wohnt mit seiner Frau Sweety in der Wohnung und kann da auch 2-3 Std. täglich im mit Teppichboden ausgelegten Kinderzimmer rumhoppeln wie er will.
Der Käfig ist mit Holzpellets im Klo und ansonsten mit Stroh und einer Buddelkiste ausgestattet. Heu ist immer da, das Fressen gibts aber zu festen Zeiten, und ab und zu Kräuter und Leckerlie. Ich bin rank und schlank. Meine Besitzerin schwört auf getreidefreies Futter.Dropse und Co. gibts hier nie.
Mein Krankheitsverlauf:
Begonnen hat alles im November 2002 mit einer Schnupfenimpfung. Ein paar Tage späte hatte ich einen Knubbel am Rücken/Schulter. Ich wurde dann zum Tierarzt gebracht und der Knubbel (ca. so groß wie eine Walnuß) wurde aufgeschnitten. Dabei hat es wohl furchtbar geblutet und ich wurde noch etwas weiter aufgeschnitten. In der Folgezeit kam der Knubbel schnell wieder, und als Antibiotikum habe ich Chloromycetinpalmitat bekommen.
Eine Woche später wurde ich operiert und großflächig wurde alles weggeschnitten und wieder zugenäht. Aber auch das hielt nicht lange. Nach 8 Tagen brach der Eiter durch und wir mussten am Wochenende zum Notdienst in die Klinik. Dort sagte man, dass die Wunde 2x täglich gespült werden müßte und gab Wasserstoffperoxid mit. Beim nächsten Nachuntersuchungstermin bei unserer TA sagte man uns, dass auch unbedingt mit Kochsalzlösung nachgespült werden müsse. Ich wurde dann gespült - jeden Tag 2x. Zusätzlich bekam ich noch Theranekron (Spinnengift) gespritzt und Fibrolan zum Eiterlösen in die Wunde.
Ende Dezember wurde es wieder schlimmer. Ich sollte noch einmal operiert werden. Mir wurde fast der gesamte Schultermuskel entfernt und ich wurde gegen den Willen meiner Besitzer wieder zugenäht. Aber schon nach einer Woche war der Eiter wieder da. Das Spülen ging wieder los, es war sehr unangenehm. Mitte Januar bekam ich bei der Behandlung (...dem Ausräumen der Wunde) beim Tierarzt einen Schock. Ich habe geschrien und dann weiss ich nichts mehr. Nachher sagte man, dass ich Notfalltropfen und Sauerstoff bekommen habe. Ich wollte nicht mehr leben, ich habe nichts mehr gefressen. Meine Besitzerin war fast die ganze Nacht bei mir, aber ich konnte nicht mehr. Am nächsten Tag (Samstag) ist sie morgens mit mir zum Tierarzt gefahren. Die war in der Praxis obwohl eigentlich zu war. Ich hab noch einmal kess aus der Transportbox geguckt weil alle so geweint haben. Dann habe ich eine Spritze bekommen und noch eine, und dann durfte ich für immer einschlafen.
Wir haben Schnubbel damals obduzieren lassen. Der Abszess hatte über die Blutbahn gestreut und die Entzündungsherde hatten sich in nahezu allen inneren Organen ausgebreitet. Letztendlich ein sehr trauriges Ende.
"Carlson" bei: