Dies ist die Seite von Saphir

Saphirs Bericht:

Die Kaninchen Saphir und Brauni

Hallo, ich bin die Saphir und bin ca. 5 Jahre alt. Mein Frauchen hat mich im Sommer 1997 in einer Zoohandlung gekauft. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die beiden Bilder zeigen mich allein und mit der Brauni.

Aber bevor ich meine Geschichte weiter erzähle, möchte ich mal schreiben dass ich es gut finde dass es so eine Seite im www. gibt. Vor allem weil man oft auf Unverständnis stößt, wenn manche Leute hören, dass man als Kaninchen so eine Krankheit die dann viel Stress mit sich bringt. Da sagen so einige Leute: „Schläfere sie doch ein - sie quält sich doch nur“. Aber oft ist das gar nicht so und ich bin froh, dass es noch Kaninchenbesitzer gibt die zu uns halten.

So, das nur mal so nebenbei - nun zu mir. Erst mal zu meinen Lebensumständen. Ich habe nie alleine gelebt. Als erstes war der Zeus da. Ein Meerschweinchen der vor ca. 3 Monaten friedlich an Alterschwäche eingeschlafen ist. Er war genauso alt wie ich. Eine Woche nach seinem Tot hab ich die Brauni bekommen. Sie ist eine ca. 1 Jahr alte Zwerghasendame. Und auch `ne ganz liebe mit der ich mich ganz gut verstehe. Und sie ist kerngesund. Ach ja, ich bin auch eine Dame und denke mal dass ich aus einer Zucht stamme. So genau kann ich das nicht sagen, aber wenn ich in der Zoohandlung gelandet bin, denke ich bin ich aus einer Zucht.

Als Zuhause haben wir einen 98cm x 50 cm großen Käfig mit der normalen Einstreu drin. Darunter gibt Frauchen noch in den Ecken des Käfigs Katzenholzstreu das besser den Urin aufsaugt. Freilauf haben wir jedes Mal wenn wir sauber gemacht werden ein bis zwei Stunden. Im Sommer können wir draußen laufen. Auf der Wiese vor dem Haus ist dann ein Hasenzaun. Frauchen muss aber immer mit aufpassen weil wir leider sehr viele Katzen im Dorf und Haus haben. Der Käfig ist im Sommer auf den Balkon und im Winter im Wohnzimmer neben der Couch.

Das Kaninchen Saphir

Zu Fressen bekommen wir immer Karotten, Äpfel, Salat und Trockenfutter. Heu haben wir auch immer, aber das mag ich nicht mehr seit ich operiert wurde. Auch Knabberstangen gibt´s und zwischendurch mal ´ne Erdnuss - die liebe ich. Nach den Medikamenten gibt´s auch mal einen Joghurt-Drop. Aber nicht so viele, seit die Tierärztin gesagt hat, dass das schädlich ist weil Milch und Zucker drin enthalten ist.

So, jetzt aber zu meiner Krankheit. Angefangen hat alles am 14. August 2002 - also noch nicht so lange her, doch es reicht mir schon gewaltig. Da hat sich mein Frauchen gefragt warum ich immer mehr abnehme. Ich war schon immer ne schlanke und bin für ein Zwergkaninchen recht dünn. Ich wiege 1,3 kg und habe nur als ich die Brauni bekommen hab 1,4 kg gewogen.

Also am 14. August hat mich mein Frauchen zum Tierarzt getragen. Ich hatte am Unterkiefer einen richtig fetten Abszess unter der Haut. Ich sollte das erste Mal operiert werden. Toll! Noch dazu mit Narkose! Für mein Frauchen waren es die schlimmsten Tage unseres gemeinsamen Lebens. „Ja, wir hatten gezittert und gehofft, dass sie wieder aufwacht, weil ja das Narkoserisiko höher ist als bei Menschen und bei anderen Tieren. Und es hätte ja sein können, dass sie nicht mehr aufwacht." Aber ich bin wieder aufgewacht. Die Tierärztin hatte den Abszess einfach gespaltet. Der war am Unterkiefer links, denke ich. Dann kamen die Medikamente. Die Wunde wurde noch einige Tage danach mit Wasserstoffperoxid und einigen anderen Medikamenten behandelt.

Der Abszess bildete sich aber schnell wieder. Am 11.September hatte ich die nächste OP. Dann, am 25. November auf der rechten Seite der Backenzähne. Dann hatte und habe ich noch einige Zahnfehlstellungen die korrigiert wurden. Erst am 21. Februar hatte ich meine letzte Operation. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auf der rechten Seite unter dem Auge einen eitrigen Abszess. Der Eiter lief zwar aus der Wunde raus, aber die Tierärztin meinte es sei doch besser wenn man die Zahnfehlstellung korrigiert und die Wunde mit einer leichten Narkose versucht auszuschaben. Das hat sehr viel gebracht. Der Abszess unterm Auge ist weniger geworden.

Dafür hab ich auch noch mit einer kleinen Bisswunde noch zu kämpfen die mir die Brauni zugefügt hat, - wahrscheinlich. Keine Ahnung was sie da geritten hat. Diese Wunde trag ich schon über 8 Wochen rum. Wahrscheinlich war es ein Futterstreit. Ist aber auch nur einmal vorgekommen - bis jetzt. Jetzt hat mich Frauchen erst mal alleine in einen Käfig getan, damit die Wunde besser verheilt. Wir müssen die täglich mit einem Shampoo auswaschen, dann mit Wasserstoffperoxid abtupfen und eine rötliche Salbe kommt dann zum Schluss noch darauf. Das gefällt mir gar nicht. Genauso wie ich jeden Tag seit der ersten OP im August das Antibiotikum Baytril bekomme und die HM3 Tropfen seit ungefähr Anfang Januar. Aber dafür werde ich auch hoffentlich wieder Gesund. Seit ich mit der Krankheit zu tun, ging es mir am besten im Oktober 2002. Da hatte ich `ne ganze Zeit gar nichts.

Das haben wir unserer tollen Tierärztin zu verdanken. Und ich glaube mit Ihrer Hilfe schaffen wir es wieder zumindest für einige Zeit einen Stillstand in die Krankheit zu bringen. Leider werde ich sie wahrscheinlich den Rest meines Lebens haben, da es ja sehr unwahrscheinlich ist, dass man die wieder wegbekommt.

Und ich möchte allen andern Kaninchen die so eine Krankheit haben, Mut zusprechen. Vielleicht ist auch einer unter den Frauchen und Herrchen die meinem Frauchen einen Tipp geben wollen. Wir sind für alle Hilfen und Tipps sehr dankbar. Unsere E-Mail Adresse lautet: Saphir28@web.de

Auch den Frauchen und Herrchen möchte ich sagen: Schläfert uns nicht gleich wegen eines Abszesses ein. Auch wenn es eine Menge Geld kostet, haltet zu uns. Übrigens bin ich auch schon eine 500 Euro teure Häsin.

Im Juli 2003 erreichte uns leider eine traurige Nachricht von Saphir: Sie ist gestern übern Regenbogen gehüpft. Nachdem sie noch zweimal am Auge operiert wurde, - sie hatte da den nächsten Abszeß, musste sie leider eingeschläfert werden. Aber die ganzen Abszesse waren aber nicht der Sterbegrund gewesen. Nachdem aufgrund des erneuten Abszeßes der Tierarzt bereits ein Einschläfern befürwortete, erholte sich Saphir doch etwas und wurde in einer Tierklinik operiert. Die hatte sie wie immer super überstanden. Die Tierärztin meinte, dass sie eine faule Zahnwurzel entfernt hätte und daß der ganze Eiter davon kommen würde. Die Wunde ist gut verheilt. Auch der Eiter blieb weg. Aber da sie wieder ein paar Zähne mehr verloren hatte, hatte sie nur noch ihr Trockenfutter gefressen. Sie hatte dann nur noch die runden länglichen Pellets mit Vitaminen und Karotten - Pellets zusätzlich bekommen. Eine Woche nach der OP hat sie auch wieder ihre Birnen gefressen.Und sie wurde sogar dabei ertappt das sie Heu gefressen hat.

Als sie allerdings komische Blähungen hatte, wurde die Tierärztin angerufen und gefragt ob das von den Medikamenten kommt. Sie hatte noch 7 so komische Kabseln bekommen, die in Wasser aufgelöst mit ner Spritze gegeben wurden. Dazu von Jod Aurum zweimal am Tag eine Messerspitze voll. Das bekam sie mit ihren geliebten Joghurt Drops. Das Baytril wurde erst beim ersten Tierarzt wechsel abgesetzt. Leider, denn das war viel zu spät. Die kleine hatte die doppelte Menge davon täglich bekommen. Sie konnte sich dann erst nicht mehr auf den Hinterfüßen halten und hatte viel abgenommen. Sie reagierte kaum noch auf ihren Namen. Beim sofortigen Tierarztbesuch meinte die Ärztin dass es Magen-Darmversagen aufgrund des vielen Baytril war. Saphir bekam dann ihren Frieden, da sie sonst in spätestens zwei Tagen qualvoll hätte sterben müssen. Saphir ist fast sechs Jahre alt geworden und hätte vermutlich auch im Juli Geburtstag gehabt. Sie hat jetzt ihren Frieden im Garten in einem Blumenbeet mit einen kleinen Grabstein (... sogar mit Schrift).