Dies ist die Seite von Hoppel Mümmelmann

Gestatten, mein Name ist Hoppel Mümmelmann.

Foto von Hoppel Mümmelmann

Ich bin ein männliches Zwergkaninchen und lebe schon seit 10 Jahren in dieser Welt. Gekauft wurde ich an einem sonnigen Tag im August 1993 in einer Zoohandlung. Ich lebe seitdem allein in einem recht großen Käfig, der handelsübliche Sägespäne als Einstreu hat, den ich meist etwa 12 Stunden am Tag von innen betrachten darf, wenn mein Frauchen Ferien hat hoppel ich jedoch den ganzen Tag umher. Im Moment kann ich mich in zwei Zimmern austoben, demnächst sogar in drei. Im Sommer bin ich auch mal im Garten, aber nicht sehr oft, wegen der Katzen.

Doch nun weiter mit dem Futter. Ich bekomme morgens und abends jeweils eine kleine handvoll Haferflocken und dazu Grünfutter, wie z. B. Möhren oder selbstgepflückten Löwenzahn oder aber auch einen halben Apfel. Als Betthupferl gibt's dann noch ein paar Grünrollis und Joghurtdrops. Ständig gefüllt sind meine Raufe mit leckeren Bergwiesenheu und meine Nippeltränke. Und für die Zähne auch mal trockenes Brot.

So nun aber zu meiner Krankengeschichte. Das ganze begann etwa im März 2003, da hatte ich plötzlich ein Leckauge auf der rechten Seite. Also sind wir zum Tierarzt, der sich das Ganze angeguckt hat (auch mein Mäulchen), aber nichts fand. Er meinte, das Lecken könnte von staubender Einstreu oder dem Heu kommen. Jedoch stellte er fest, dass ich viel zu wenig wog, also verordnete er zusätzlich zum Grünfutter auch noch Trockenfutter. Das mochte ich natürlich wahnsinnig gern. So hoppelte ich erstmal weiter durchs Leben bis zur letzten Juliwoche. Da bemerkte mein Frauchen, dass ich nicht mehr soviel fraß und ich wirkte wohl auch etwas kränklich.

Also schwang sie sich auf ihr Fahrrad und radelte erstmal zum Tierarzt, bei dem ich auch im März war. Der hatte aber wegen der Sommerferien geschlossen und die andere Tierarztpraxis in unserer Nähe, war in dieser Woche ebenfalls noch geschlossen. Aber im Grunde war das noch nicht so schlimm, denn jeder mag mal nicht soviel futtern. Am 2. August bemerkte sie dann beim Kuscheln einen festen Knubbel an meiner rechten Backe und weil sie so ein Internetfreak ist und wenn's um ihren Mümmel geht, alles immer gleich genau wissen muss, nutzt sie die Zeit bis Montag um sich schlau zu machen (und fand dabei auch diese Seite). Anm.: Da freut sich Carlson!

Gut informiert gings dann am Montagmorgen gleich mit dem Bus zur Tierarztpraxis. Dort wurde gleich meine Backe abgetastet und die Diagnose stand fest: Backenabszess. Daraufhin musste ich mein Mäulchen mal länger als mir lieb war offenhalten und der Abszess wurde ausgeräumt. Man fand ne ganze Menge Heu- und Trockenfutterteile, die haben wahrscheinlich auch die Entzündung hervorgerufen. Mir wurde dann noch Antibiotika gespritzt und etwas anderes, aber ich bin nicht mehr der Jüngste, ich hab's vergessen. Außerdem saß ich mal wieder auf der Waage und brachte es auf 1,2 kg. Das war eindeutig zuwenig, deshalb musste mich mein Frauchen zusätzlich mit Babybrei, der mit Traubenzucker und Kartoffelpüreeflocken gemischt war, füttern. Jeden Tag ein halbes Glas.

Am Dienstag mussten wir wieder zum Arzt, zur Kontrolle. Wieder wurde der Abszess ausgeräumt und ich bekam wieder eine Antibiotikaspritze. Damit wir nicht jeden Tag zum Arzt mussten bekamen wir das Antibiotika (Baytril- Lösung) mit nach Hause, von dem mir mein Frauchen jeden Tag 0,6 ml einflößen musste, was aber ganz gut ging. Am Donnerstag war noch ein Kontrolltermin, bei dem alles recht gut aussah und mir wurde noch Bird Bene-Bac verschrieben, weil Frauchen sehr um meine Darmflora besorgt war.

Die nächsten drei Wochen verbrachte ich bei Frauchen's Schwester, weil Frauchen ja unbedingt in den Urlaub fahren muss, aber sie hat sich jeden Tag einen Bericht über meinen Zustand per E-mail schicken lassen. In dieser Zeit gings mir eigentlich gut. Gleich am Anfang verschlechterte sich mein Zustand wieder ein bisschen, doch das ging schnell wieder vorüber und danach musste ich nur noch ein- oder zweimal zur Kontrolle. Frauchen kam wieder zurück nach Hause und hat sich natürlich wie Bolle gefreut, dass ich kein Antibiotika mehr zu mir nehmen musste und auch sonst alles prima war.

Der nächste Kontrolltermin stand an, die Ärzte waren zufrieden und mein Gewicht lag bei 1,4 kg. Zwei Wochen danach war ich wieder zur Kontrolle, dort wurde einer der unteren Zähne etwas abgeschliffen, damit er keine neuen Verletzungen verursachen kann und ich wog 1,5 kg, was meinem jetzigen Gewicht sehr nahe kommt. Zur nächsten Zahnkontrolle muss ich erst wieder Anfang Dezember und der Arzt meinte, dass ich eigentlich wieder ganz gesund bin. Soweit meine Geschichte. Ihr seht, Abszesse sind nicht immer tödlich für ein Ninchen.

Oh, das hätte ich ja fast vergessen, wer meinem Frauchen schreiben will:

s_radicke@hotmail.com