Dies ist die Seite von Charlotte
Hallo, ich bin Charlotte
... und gehöre zu der Rasse der Löwenköpfchen. Mein " Frauchen" ist per Zufall auf der Seite von
Carlson gelandet, weil auch ich einen häßlichen Abszess habe, und bisher leider keine Besserung eingetreten ist. Aus
diesem Grund sucht sie das ganze Internet nach Informationen ab.
Am 24.12.2005 haben mich, die Mädels vom Reiterhof, in meinem neuen zu Hause abgegeben. Da war ich gerade mal 6 Wochen alt und kam aus einer Zoohandlung. 2 Tage zuvor wurde Sanny ( der 13jährige deutsche Riese meines Frauchens ) eingeschläfert. An Weihnachten war da nicht zu denken, bis sie mich dann in den Händen hielt. Die Freude war riesig und ich habe ein wundervolles zu Hause gefunden.
Ich darf frei im ganzen Haus herumhoppeln und kann nach Lust und Laune auch in den Garten entschwinden. Einen riesigen Käfig habe ich auch, der ist mit Katzenstreu ( für meine Toilette ) und mit Stroh ausgestattet. Allerdings nutze ich den Käfig eigentlich nur zur Nahrungsaufnahme, denn mein Futter und mein Wasser, stehen da drin. Am liebsten würde ich mit meinen Besitzern am Tisch essen, aber das erlauben sie mir nicht. Ich liebe gekochte Nudeln, Nußkuchen, Erdnussflips und lauter anderes Zeug, dass überhaupt nicht gut für mich ist. Deshalb gibt es nur mal was davon, wenn es zufällig vom Tisch auf dem Boden landet. Möhrchen und Äpfel wären gut für mich, hat mein Frauchen behauptet und es mir vorgesetzt.
Schmeckt mir aber nicht; esse ich nicht. Tja und somit haben wir uns auf die handelsüblichen Pelletts und gutes Heu geeinigt. Dazu bekomme ich täglich abwechselnd Wassermelone, Aprikosen, Pfirsiche, Petersilie und Salat in allen Variationen.Mein Frauchen hat mir was ganz tolles beigebracht; ich benutze die aufgestellte Katzentoilette, wenn ich mal muß. So geht nichts in die Wohnung und mein Käfig ist auch (fast) immer sauber.
Nachdem ich das Herz meiner Familie im Sturm erobert habe, wurde ich ein vollwertiges Familienmitglied. Sehr zum Leidwesen meines Frauchens, denn die fand mein Verhalten etwas übertrieben. Ok, ich gebe zu, ich war total auf die beiden fixiert. Ich habe stundenlang zusammen auf dem Sofa mit ihnen gelegen, habe sie ständig "geputzt" und mein Frauchen hat den Schlußstrich gezogen, als ich versucht habe im Bett zu schlafen. Sie hatte die geniale Idee: Da muß noch ein Kaninchen her. Also zog vor 3 Wochen August, alias Mathilde bei uns ein. Ein Widderchen, der aus dem Tierheim zu uns kam. Wie alt das Böckchen ist wissen wir nicht. Aber eins habe ich gleich gewußt: Mathilde ist nicht wie im Tierheim angenommen weiblich, nein sie ist männlich und heißt deshalb jetzt August. Tja, August hat mir sofort gezeigt, dass er männlich ist. Nächste Woche müßte deshalb unser Nachwuchs auf die Welt kommen. Am ersten Tag habe ich mich übelst mit August gestritten, denn immerhin war das ja mein Haus, mein Garten und meine Besitzer. Während unseres Rangkampfes hat er mich dann auch gebissen, was mein Frauchen erst gar nicht bemerkt hat.
Erst ein paar Tage später, als sich ein großer Knoten über meinem Beinchen gebildet hat, ich nur noch ruhig in einer Ecke saß und nicht mehr gefressen habe, hat sie gesehen, was da passiert war. Am nächsten Tag sind wir gleich zum Tierarzt gefahren. Der hat die Bißwunde nicht behandelt, sondern hat nur ein Antibiotikum gespritzt. Das Gleiche hat er einen Tag später wieder getan. Mein Fieber war zwischenzeitlich gesunken und ich habe mich schon viel besser gefühlt. Der Knoten am Bein, blieb aber .- Auch weiterhin unbehandelt -. Samstags war der Knoten dann so dick, dass mir mein Frauchen an der Stelle das Fell abgeschnitten hat, die Kruste abgemacht hat, und den ganzen Eiter mal ausgedruckt hat. Danach wurde die Wunde mit Betaisodona gespült. Sonntags hatte sie dann ein schlechtes Gewissen, weil ich das Beinchen nur noch geschont habe, und hat in der Tierklinik angerufen. Die wollten mich sofort sehen und haben mein Frauchen gelobt. Die nette Tierärztin konnte gar nicht verstehen, dass der Biß unbehandelt blieb und gesagt, dass es das einzigst Richtige war, die Wunde zu öffnen. Das ist jetzt fast 3 Wochen her und ich kann Euch sagen, es wird nicht besser. Täglich spült mein Frauchen die Wunde mit Kochsalzlösung aus und drückt den Eiter raus. Die letzte Spülung macht sie immer mit Betaisodanna. Im Internet hat sie einen Erfahrungsbericht von einem Kaninchen gelesen, dass Staphisagria D4 bekommen hat. Dieses homöopathische Mittel hat sie mir auch gekauft und gibt mir 3 mal täglich 5 Globuli in Wasser aufgelöst ein. Jeden 2.Tag fahren wir in die Tierklinik und dort wird die Wunde auch gespült und ich bekomme Vitamine und einen Entzündungshemmer gespritzt. Sonst darf ich nichts bekommen, da ein Antibiotikum meinen Babys schaden könnte. Aus dem gleichen Grund können die Tierärzte auch keinen chirurgischen Eingriff vornehmen, denn solange nicht geklärt ist, ob wir nun Nachwuchs bekommen oder nicht, kann mir keiner eine Narkose geben. Heute fahre ich jetzt wieder in die Klinik und heute bekomme ich einen Ultraschall gemacht, denn jetzt müßte sich zeigen ob ich tragend bin, oder nicht. Wenn ich trage, dann heißt es weiterhin spülen, spülen, spülen, wobei mein Frauchen keine Hoffnung hat, den Abszeß so in den Griff zu bekommen.
Wenn ich nicht trage, dann kann eine richtige Behandlung vorgenommen werden. Mein Frauchen hofft, dass es dafür aber noch nicht zu spät ist. Das alles werden wir heute erfahren. Aber ich kann auch einen Erfolg vermelden. Eigentlich müsste das August tun, aber August ist faul, schläft nur, will schmusen und vor allen Dingen fressen. August wurde 2 Tage nach seinem Einzug bei uns kastriert. Mein Frauchen hat im Tierheim angerufen und geschildert, dass Mathilde männlich ist. Die haben sich riesig gefreut, denn nun war geklärt, woher die ganzen Babyhasen kamen. August sollte zurück und wir sollten ein Mädchen bekommen. Das wollten wir aber nicht, denn August hatten wir schon alle ins Herz geschlossen. Das Tierheim hat sich bereit erklärt August zu kastrieren. Gesagt, getan. die Kastration hat er gut überstanden. Eine Woche später wurde der rechte Hoden dick. Da ich ja eh zum Tierarzt musste, wurde August eingepackt und mitgenommen. Der Tierarzt, der meine Bisswunde nicht behandelt hat, sagte, dass alles in Ordnung wäre. Das wäre kein Grund zur Sorge. Nachdem der Hoden aber immer dicker wurde und die Kastrationsnaht anfing aufzugehen, hat mein Frauchen August gepackt und mit in die Tierklinik genommen. Dort haben sie zum 2. mal die Hände übern Kopf zusammengeschlagen, denn August hatte einen riesigen Abszeß im Hoden, der schon Richtung Bauchhöhle gewandert war. August bekam den Hoden geöffnet, der Hoden wurde gespült und ( jetzt alle Männer weghören ) mit 2 Nadeln geklammert. Da der Hoden wieder zusammenheilen musste, konnte die Wunde nicht offen bleiben. Eine Behandlung des Abzeßes konnte hier also nur über die Blutbahn erfolgen. Und das war richtig erfolgreich. August bekam 4 Tage hochdosiert Baygil; und es geht ihm super. Der Hoden ist schön verheilt und hat sich nicht mehr mit Eiter gefüllt. Heute fährt er mit mir in die Klinik und er bekommt die Klammern entfernt. Da muß er noch einmal die Zähne zusammen beißen.
Bitte drückt auch mir die Daumen, dass auch ich hier in ein paar Wochen eine Erfolgsgeschichte erzählen kann. Ich werde mich auf jeden Fall nochmals melden und berichten, wie es mir ergangen ist.
Carlson bei: