Hier findet sich eine Warnung zum Thema Cleorobe...
Ich gebe diese Zuschrift hier so wieder wie ich sie bekommen habe. Da ich weder Apotheker noch Arzt bin kann ich sie auch nicht kommentieren, möchte sie aber auch niemandem vorenthalten!
Hallo, ich bin heute zufällig auf Ihre Homepage gestoßen und habe die Geschichte von Fritzi gelesen.Dazu möchte ich ihnen kurz zwei Dinge mitteilen:
Cleorobe ist als Antibiotikum bei Kaninchen überhaupt nicht geeignet, da es von Kaninchen (wie auch anderen Pflanzenfressern) in keinster Weise vertragen wird. Bitte auf keinen Fall mehr verabreichen! Cleorobe zerstört die natürliche Darmflora beim Kaninchen so nachhaltig, dass schlechte Keime sich rasend vermehren können. Besonders schlimm kann es ein Kaninchen treffen, bei dem latent Clostridien vorhanden sind. In diesem Fall vermehren sich die Clostridien zunächst unbemerkt. Sie entzünden nicht nur das Darmgewebe, sondern bilden Gifte, welche zu einer Darmlähmung führen, die oft für den Besitzer unbemerkt innerhalb von wenigen Tagen oder gar Stunden zum Tod führt. Diese Erkrankung nennt sich Enteropathie oder Enterocolitis. Clostridien können nur durch Laboruntersuchung nachgewiesen werden. Man muss bei einer Kotuntersuchung auch ausdrücklich dazu schreiben, dass man auf Clostridien testen lassen möchte. Clostridien werden normalerweise nicht mit untersucht.
Gegen Clostridien wirkt Metronidazol. Es wäre denkbar, dass Fritzi an einer Folgeinfektion durch die Cleorobe-Gabe gestorben ist. Soweit zum Thema Cleorobe, dessen Negativwirkung sie auch in Wikipedia unter dem Stichwort Clindamycin (Wirkstoff des Cleorobe) nachlesen können.
Zu den immer wieder kehrenden Abszessen möchte ich Ihnen mitteilen, dass bei Eiterbeulen im Kopfbereich dringend eine Röntgenaufnahme des Kopfes angezeigt ist, um den ursprünglichen Eiterherd ausfindig zu machen. Der Schädel wird dazu in zwei Ebenen geröntgt, also von oben und von der Seite.
Bei Kaninchen kommen Eiteransammlungen oft von Zahnerkrankungen her. Eine Backenzahninspektion ist daher dringend anzuraten (für Fritzis Kind).
Lässt sich durch eine Röntgenaufnahme keine eigentliche Ursache feststellen, können die Erreger, meist Pasteurellen, mit Veracin compositum besser bekämpft werden als mit anderen Antibiotika. Am besten ist eine Kombibehandlung mit Baytril und Veracin wirksam. Beide Antibiotika ergänzen sich gegenseitig und behindern sich nicht in der Wirksamkeit.
Veracin muss gespritzt werden, als penicillinhaltiges Präparat darf es wegen der schädigenden Wirkung auf den Darm nicht oral gegeben werden. Im Anschluss an so eine Kur muss wieder bird bene bac gegeben werden, aber nicht das Pulver, welches aus Traubenzucker besteht, das noch mehr Gärungen und Gase im Darm produziert, sondern die bird bene bac Tübchen (grünes Gel).
Carlson bei: